Die Geister, die ich rief …

So könnte ich es umschreiben, wenn man sich einstweilen in die Vergangenheit vertieft. So ist mir heute ergangen und im Moment weiß ich wirklich noch nicht, ob das eine gute Idee war. Es war als Vergangenheitsbewältigung gedacht und endete im gefühlten Zeitrafferfeeling eines Vierteljahres. Einem kurzen und dennoch intensiven Zeitraum eines Kennenlernens und Liebens und nun ja – unschwer zu erraten, einem ebenso intensiven Ende. Tja anderen könnte ich sehr wohl die guten Ratschläge in Sachen Liebeskummer geben. Scheitert nur beim reinen Selbstversuch :-). Vielleicht ist es gut, sich noch einmal hineinzufühlen – ok es war kein Versuch, es war unglaublich echt -, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass es nicht das erste Mal war und ich seit einem Dreivierteljahr mich den Tatsachen stelle, sie aber irgendwie nicht mein Herz erreichen. Kann aber auch gut sein, dass man sich selbst etwas vormacht und irgendwas „einredet“ oder partout an etwas Festhalten möchte. So sitzen dann aber der Ja-Sager und der Nein-Sager auf meinen Schultern und mal gewinnt der Eine und mal der Andere. Sprich es gibt die Tage, wo man denkt, hey es wird leichter und an anderen Tagen – nun ja da anscheinend doch nicht.

Ist es nun gut Dinge der Vergangenheit in irgendeiner materiellen Form zu behalten? Ich fand die Idee gut, sich davon zu befreien, sei es Briefe oder Bilder oder eben wie in meinem Fall E-Mails und whatsapp-Nachrichten. Sie loszulassen und aus meinem „Sicht- und Gefühlsbereich“ zu nehmen, um sie nicht als Ballast wahrzunehmen, der mich nicht freimacht. Wohl weiß ich, dass diese Freiheit nur von innen und in mir selbst ruhen kann. Dennoch wie finde ich sie, wenn meine Gedanken und Gefühle sich immer wieder in den Vordergrund drängen? Der Versuch im Übrigen selbst diese existenten Erinnerungsstücke wegzuschmeißen, scheiterte kläglich. Ich kann es nicht. Und so sehr ich es mir eigentlich auch wünsche, fände ich es sehr sehr schade. Kennt ihr das Buch „Gut gegen Nordwind“? So würde dieses „Buch“ wohl auch heißen können. Und wäre – muss ich jetzt schon zugeben 🙂 – literarisch eine überaus wundervolle Geschichte, mit Worten, die ihresgleichen suchen zu umschreiben, dass da Liebe gewesen sein muss, was sich auch wörtlich so findet :-).

Wie geht man dann aber damit um? Kann man seinen Frieden mit sich selbst machen, in dem man weiß, dass es da jemanden gab, der so intensivste Gefühle hatte, wie man sie – zumindest in schriftlicher Form – so nie gespiegelt bekommen hat? Da kommt mir vielleicht meine Liebe zum geschriebenen Wort in die Quere :-). Wer sollte das noch übertreffen können? Dann aber muss ich im Nachhinein feststellen, dass es eben nur Worte waren und sie nicht für die Ewigkeit Bestand haben, so sehr man es sich auch wünschte.

Einen guten Lichtblick gibt es aber doch, es gab wenige Erlebnisse dieser Art in meinem bisherigen Leben und irgendwann wurden auch sie zu meiner „Geschichte“. So sollte es dann auch mit dieser werden. Und wer weiß, vielleicht wird es meine Geschichte zu einer literarischen werden, in der allein meiner Phantasie erlaubt ist, wie es ausgeht. 🙂

Euer Blumenmädchen wünscht einen schönen Abend und nur gute Gedanken 🙂

Bosse – Steine

 

Eine kleine musikalische Empfehlung …

Entdeckt und vielleicht gefällt es Euch auch :-). Ich verschone Euch allerdings – ausnahmsweise 😉 – mit meinen Gedanken zu diesen Titeln. Hört selbst rein – in aller Stille, denn dafür sind sie geeignet.

Mit ruhigen Klängen Euer Blumenmädchen

Bastian Bandt – Alles da

Bastian Bandt – Halt meine Hand

Ein letztes Mal …

Ein letztes Mal lass es mich wagen
Und nur weil Weihnacht ist,
Da darf man alles sagen,
was man mag und auch vermisst.
Dir auf meine Art zu sagen, dass du in meinem Herzen bist.
Warst lange dort und konnt‘ doch nie verstehen,
Dass Zeiten und Gefühle tatsächlich vergeh’n.

Gefühlt wie gestern bist du mir nah,
Doch zweifle ich an allem was war.
Eine Illusion der Blick von dir?
Eine Illusion vom Du zum Wir?
Hänge ich dem nach, was nicht mehr ist?
Vielleicht weil ich mehr sehe als du bist?

Auch wenn ich es nicht mehr sagen werde,
Weiß nicht, wann es sich nicht mehr so anfühlt zu sagen,
Ich liebe Dich!

Es ändert nichts, dass ich es sage.
Frag nicht warum ich es dann tue.
Vielleicht weil Ehrlichkeit in meinem Herzen ruhe
Und sucht zu vergessen, dass es so ist.

Die Fragen bleiben raumlos stehen,
Antworten kann ich mit dem Herzen nicht sehen,
Hast du gegeben mit dem Verstand,
Alles andere aus Deinem Herzen verbannt.

Verklärt die Zeit die Sicht zurück?
Sieht morgen mit Blick auf gestern aus wie Glück?
Wechselt eine Träne von Schmerz auf Glück?
Gibt mir mein Leben die Liebe zurück?
Die gegeben auf dem Weg zu dir sich verlor
Und gleich einer Eiszeit vor deinem Herzen erfror?

Was du mir gabst, wird lang nicht mehr so gegeben.
Deine Berührung, dein Duft, deine Haut
Du hast mir mit allem den Atem geraubt.
Als du nicht erwarten konntest, mich zu sehen,
Als es dir schwer fiel, von mir zu gehen.
Jede Umarmung eine gefühlte Ewigkeit,
Ein Stehenbleiben in Raum und Zeit.

Es schmerzt dran zu denken wo du bist,
Weiß auch sehr wohl, dass es dein Leben ist.
Stünd‘ jetzt mein Verstand im Weg – ich wünscht‘ es mir.
Ruhe doch endlich mein Herz leer im Jetzt und Hier,
Wo du nicht mehr bist und mich nicht vermisst.

Wie gern hätt‘ ich dich heute neben mir,
Wie gern meine Küsse auf deiner Haut.
Ein Luftschloss aus Wünschen in meine Traumwelt gebaut.

So wünsche ich dir friedliche Tage voll Liebe und Glück
Und schau vielleicht noch einmal mit dem Herzen zurück!

Enya – The Humming Weiterlesen →

Es weihnachtet?

Alle Jahre wieder. Oh Du Fröhliche … seelige Weihnachtszeit?
Diese verklärte schöne Weihnachtsidylle. Ist sie tatsächlich vorhanden oder nur kommerzhaft gestaltete Illusion der Werbe- und Filmindustrie. Oder ab wann hat Weihnachten seinen Zauber verloren? Vielleicht nicht für alle. Gerade die Vorweihnachtszeit zeigt mir leider ganz oft die sozialen Unterschiede auf. Die Schaufenster sind voll von allen möglichen Verlockungen und es gibt nichts, was man nicht eben kaufen könnte. Könnte eben. Es gibt aber viele, denen hier Grenzen gesetzt sind und sie sich eben vieles nicht leisten können. Als Mutter ist es nicht leicht beim Einkaufen zu sehen, dass andere Familien nicht alle Wünsche der Kinder erfüllen können und sie mit einem recht schmalen Budget in einen Spielzeugladen gehen. Was nicht heißt, dass ich ein Befürworter der Erfüllung jeglicher Wünsche bin :-). Aber es tut vermutlich unglaublich weh, sehr viele Abstriche machen zu müssen. Da sind die großen Worte, was doch viel wichtiger ist – wie Herzlichkeit, Familie und Dankbarkeit -, groß und schnell gesagt, aber sind doch mitunter mit schwer umzusetzen. Zumindest dann, wenn eben nicht alle dieses beherzigen und das „Fest der Liebe“ in materiellen Wertigkeiten zeigen.

Meine Gedanken an Weihnachten gelten aber all jenen, die unfreiwillig allein diese Tage verbringen. Ich gehöre auch dazu, aber habe – hoffentlich 🙂 kein großes Problem damit. Es könnte zwar gut sein, dass auch mich dann ein Gefühl von Einsamkeit überkommt. Im Moment glaube ich das jedoch nicht. Und wenn doch, was spricht eigentlich gegen einen Weihnachtsabend mit anderen, die auch allein sind? Es könnten erfreuliche Begegnungen werden und geben dem Weihnachtsgedanken doch einen besonderen Stellenwert. Seine Türen und Herzen offen zu machen für die, die es annehmen können.

Ich wünsche Euch jedoch, dass ihr die Tage mit Menschen verbringen könnt, die euch lieben und mit deren Herzen offen empfangen werdet.

Alles Liebe von Eurem Blumenmädchen

Tiemo Hauer – Benzin

Sigur Ros

Ein Willkommen im Neuland …

Ein herzliches Willkommen auf dieser Plattform. Ich bin sicherlich nicht die Einzige, die sich von blog.de hier eingefunden hat. Apropos finden: Ich muss mich hier erst einmal zurechtfinden. Es ist auf jeden Fall erst einmal recht ungewohnt, zu schauen wo was zu finden und zu bearbeiten ist. Oder wo man bei anderen etwas „stöbern“ kann.

Das klingt jetzt fast so, als würde ich meine geistige Flexibilität selbst untergraben 🙂 Nein, Nein. Dem ist nicht so. Allerdings alles Neues sieht auf den ersten Blick etwas verwirrend aus und hinterher denkt man sich, ach Gott so schlimm ist das gar nicht. Oder man nennt das einfach Erfahrung ;-). Aus dieser vermeintlichen Angst hätte ich sogar beinahe eine berufliche Veränderung fast ausgeschlagen, weil ich dachte, damit käme ich nicht zurecht. Nun siehe da, ich kam es sehr wohl und das ganz nach dem Motto „Geht nicht – gibt es nicht!“. Diesem Motto bleibe ich mir auch treu, denn so ist ja auch wirklich! Es sei denn natürlich, ich untergrabe mich selbst, dann würde das auch nix werden. Aber wozu? Eben gibt gar keinen Grund. Lieber so herangehen, dass alles möglich ist. Tschaka … Jaaaa so einfach klingt das. Und deshalb wird es auch nicht lange dauern und ich finde mich auch hier „blind“ zurecht. Schreiben kann ich immerhin schon blind 🙂

Alles Liebe Euer Blumenmädchen. Mals schauen, wer mich hier so findet 🙂

Sunrise Avenue – Welcome to my life

Ein bisschen Musik gehört bei mir oft dazu und thematisch als „Willkommen“ bietet sich immerhin der Titel an 🙂

 

Vom richtigen Zeitpunkt …

tja so wie es aussieht, wird es so einer der letzten Einträge auf dieser Plattform von mir und wie so viele wechsele ich unter dem gleichen Blognamen zu wordpress. Also bitte wer mag, der darf mir gern folgen :-). Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.

Insofern wurde mir die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt abgenommen sozusagen. Denn es sind die äußeren Tatsachen, die nur meine indirekte Entscheidung erfordern. Nämlich die ganz aufzuhören oder aber mir einen anderen Anbieter zu suchen. Nun ja, auch wenn ich in letzter Zeit nicht ganz so häufig geschrieben habe, so möchte ich es dennoch nicht aufgeben. Ist schon erstaunlich, was man so in der ganzen Zeit zusammengeschrieben hat und manche Einträge lassen mich selbst erstaunen 🙂

Mit dem richtigen Zeitpunkt allgemein ist es manchmal allerdings etwas verzwickter. Soll ich oder soll ich nicht? Fragen an sich selbst, die man nicht beantworten kann oder möchte? Es ist doch egal, in welcher Lebenslage man sich befindet. Genaugenommen fängt der Tag doch schon so an, nur dass sich die selbständige Entscheidung stehe ich auf oder nicht, leider auch nicht immer so freiwillig beantworten lässt B). Obwohl …. im Grunde genommen, ist sie es ja immer. Klar kann ich liegenbleiben, nur muss ich dann wohl in Kauf nehmen, dass das ein paar möglicherweise auch unangenehme Folgen hätte :-/. Besser wäre es aber doch, immer die Entscheidung zu treffen, mit der man komplett übereinstimmt, also die wirklich aus dem Herzen kommt. Ihr wisst mittlerweile, dass ich der absolute „Aus und mit dem Herzen-Mensch“ bin 😉 Manchmal wohl etwas zu viel des Guten. Aber das ist wohl nicht die schlechteste Eigenschaft oder?
Aber gerade diese Eigenschaft ist es auch, die Entscheidungen nicht leichtfertig und schnell treffen lassen. Die Grundentscheidung ist leicht gefunden, das ABER jedoch mit all seinen Zweifel und Gegenargumenten, ist auch da und wie Engel und Teufelchen wippen die beiden manchmal hin und her. Aber selbst pro und contra-Listen in einem ähnlichen Waageverhältnis erfordern letztlich immer eine Entscheidung, die nicht allein die Quantität der Argumente als Grundlage nimmt, sondern immer noch das Fünkchen Spontanität oder Bauchgefühl eben. Unerklärlich manchmal, aber doch eine Entscheidung. Und ob sie zum richtigen Zeitpunkt kommt? Ist es wahrscheinlich immer, denn der richtige Zeitpunkt ist nichts anderes als Jetzt! Denn ob es ein Morgen gibt?! Kann doch niemand mit Gewissheit sagen!

Alles Liebe und Gute für Euch und ich danke allen, die sich auf meine Seite verirrt haben oder bewusst gelesen für das Lesen 😳
von Eurem Blumenmädchen

Ordnung vs. Chaos …

Struktur, Ordnung, Schubladen, alles gut sortiert … so leben ja vielleicht einige von Euch. Letztlich ist unser Leben ja auch strukturiert und wenn es das nicht ist, dann herrscht Chaos. Wie im Innen so im Außen und auch andersherum. Es gibt sogar Bücher, die das Aufräumen zum Thema machen. Nun ja das Lesen allein hat mich auch sehr inspiriert und überzeugt ;). Für den praktischen Teil – um den man nun nicht wirklich herumkommt B) – hat manchmal dann doch die Motivation gefehlt oder was war es doch gleich? 😉

Aber grundsätzlich stimme ich dem natürlich zu. Abgesehen davon, dass man sich lästiges Suchen und oftmals zu spätes Finden erspart, hat ein aufgeräumtes Umfeld schon eine ausgesprochen beruhigende Wirkung. Das Gegenteil davon erzeugt doch auch ein gehetztes Inneres. Aber was war zuerst da? Huhn oder Ei? So ähnlich wohl auch beim Strukturieren ;).
Aber neben dem Sortieren unserer ganzen Habseligkeiten ist das Sortieren im Kopf wohl auch nicht zu verachten bzw. sehr notwendig.

Frühjahrsputz im Kopf sozusagen. Oder ein Rundumschlag gleich einem verwilderten Garten. Tja wenn das dann so leicht wäre. Das ist wahrlich schwerer als einen Garten umzugestalten. Beim Garten hat man vielleicht schon ein Bild vor Augen. Was das Aufräumen im Kopf angeht, da sind es möglicherweise gerade die Bilder, die einem sprichwörtlich den Blick vernebeln, um das zu sehen, was wir sehen wollen.

Aber Chaos im Kopf kann nur Chaos im Leben widerspiegeln. Denn das ist nun einmal ein Grundprinzip. Unser Denken und Fühlen sind u. a. unsere Bausteine, mit denen wir unseren Lebensweg bauen. Die meisten Bausteine davon allerdings werden von uns nicht direkt erschaffen, sondern schleppen wir aus all den Erfahrungen z. B. unserer Kindheit mit uns herum. Die sind so fest im Weg gepflastert, dass wir ständig auf ihnen herumhüpfen und sie uns quasi nicht vorwärts bringen, sondern diese Wege sind wie zu einem Irrgarten geworden; wir laufen immer wieder darauf herum und gehen damit nicht vorwärts, sondern rückwärts (rückblickend) oder im Kreis und denken dabei, wir würden mutig vorwärtsmarschieren. Aber im Grunde genommen laufen wir dann wie die Hamster im Rad herum.

Also müssten wir schon ganze Arbeit leisten, um diese alten Steine zu lockern oder sie so zu verlegen, dass sie wirklich nur ein Teil unseres Lebensweges sind, aber nicht der, der unser Leben immer noch bestimmt, sondern es wirklich ein alter Weg ist. Denn nur auf neuen Wegen, immer einen Schritt vor dem anderen, werden wir vorwärts gehen. Und selbst wohin der nächste Stein gelegt wird, können wir uns nicht bewusst aussuchen. Denn das was uns gehen lässt, dass ist nicht der Verstand. Und wenn dann legt er auch nur ein Muster aus dem Erlebten. Aber ich möchte einen Weg gehen, der einfach gut für mich ist. Und dazu gehört Vertrauen und Loslassen. Vertrauen, dass das Leben selbst für mich das Gute wählt so wie ich denke und fühle.
Chaos mag ich sehr gern mal, kann ja auch inspirierend sein.
Mhhh angesichts meiner Zeilen, ratet doch mal, wie es wohl gerade bei mir aussieht?;)

Alles Liebe Euer Blumenmädchen


(SEOM – Berufung)
habe ich gerade erst entdeckt und muss sagen – seine Texte sprechen mir sehr aus dem Herzen!)

Glück …

Das nachfolgende Lied habe ich bewusst erst gestern im Radio gehört und habe es mir auch gleich gekauft (natürlich was sonst? ;)). Doch habe ich wirklich! Ich muss sagen, es hat mich gerade sehr getroffen und zu einer anderen Zeit hätte ich es bedingungslos jemandem gewidmet. In irgendeiner Weise tue ich es heute auch! Deshalb möchte ich Euch den Songtext nicht vorenthalten. Jeden trifft Musik ja bekanntlich auf bestimmte Weise und passt gerade oder eben nicht.

Glück Songtext
Was immer du denkst, wohin ich führe,
wohin es führt, vielleicht nur hinters Licht.
Du bist ein Geschenk, seit ich dich kenne,
seit ich dich kenne, trage ich Glück im Blick.

Ich kläre den Nebel, änder so schnell ich kann
und was sich nicht ändert, an dem bin ich noch dran.
Kleb an den Sternen, bis einer dann fällt,
der mir die Brust aufreißt.
Ich zöger nicht lang, ich setzte die Segel,
pack den Mond für dich ein, zerschneide die Kabel,
will allein mit dir sein.
Und wenn du nichts für mich tust, dann tust du es gut.

Was immer du denkst, wohin ich führe,
wohin es führt, vielleicht nur hinters Licht.
Du bist ein Geschenk, seit ich dich kenne,
seit ich dich kenne, trage ich Glück im Blick.

Du hast mich verwickelt in ein seidenes Netz,
das Leben ist gerissen, aber nicht jetzt,
es kriegt endlich Flügel, fliegt auf und davon,
das sind deine Augen – so blau und so fromm.
Und du lachst und du strahlst,
setzt den Schalk ins Genick,
schenkst mir Freudentränen und nimmst keine zurück

und du tust mir nichts und das tust du gut.

Was immer du denkst, wohin ich führe,
wohin es führt, vielleicht nur hinters Licht.
Du bist das Geschenk, aller Geschenke,
aller Geschenke, ich trage Glück im Blick.

Und wird dein Kopf dir irgendwann zu eng und trübe
Und du weißt, dass der Regen sich verdrängt,
färbe ich sie ein, deine schrägen Schübe,
du bist alles in allem, das bist du nicht.

(was immer du denkst)
Du lachst und du strahlst,
setzt den Schalk ins Genick,
(wohin ich führe)
schenkst mir Freudentränen nimmst keine zurück
(wohin ich führe)
und du tust mir nichts und das tust du gut.
Und ist dein Kopf dir irgendwann zu eng und trübe
Versuche ich, dass der Regen sich verdrängt,

Du bist das Geschenk, aller Geschenke,
seit ich dich kenne, trage ich Glück im Blick
Oh, du bist das Geschenk, aller Geschenke,
seit ich dich kenne, kenne, trage ich Glück im Blick.

Etwas allerdings würde ich aus heutiger Sicht ändern und nicht sagen, „seit ich Dich kenne, trage ich Glück im Blick“. Ich möchte glücklich schauen, weil ich einfach so glücklich bin, einfach weil ich bin und wie ich bin. Mein Glück kann dann nur auf Glück treffen und dann in Augen sehen, die ebenso glücklich sind. Ohne Wenn und Aber. Nicht weil etwas ist, wie es ist oder zu sein scheint, sondern wie wir es möchten. Denn alles was ist, ist jeder Moment, den ich so möchte. Und wenn ich ihn nicht möchte, dann folgt ein neuer Moment und der erste ist Vergangenheit, nicht korrigierbar im tatsächlichen Sinne. Aber doch voll neuer Möglichkeiten. Meiner Möglichkeiten, dass Glück zum Beispiel keiner Bedingung bedarf, erst recht so wenig wie Liebe. Bedingungslosigkeit im tiefsten Sinn. Keine Vorgaben, keine Versprechen nur das reine Gefühl ich bin da und das mit aller Liebe, für mich selbst und andere. Wer das nicht sieht, der schaut dann wohl durch andere Augen etwas, das er für wahr hält und kann vielleicht irgendwann sehen, was es wirklich heißt, Glück im Blick und nicht ein zufriedenstellendes „Es ist wie es ist“.


(Herbert-Grönemeyer – Glück)

Wer sind wir? …

Ich konnte nie sagen, ich glaube an Gott. Ich habe schon früher hinterfragt, was es eigentlich bedeutet. Aber heute habe ich mehr verstanden. Ich konnte die Religion als solche nicht annehmen. Und damit habe ich auch Recht.

Die Kirche – egal welche – indoktriniert die Menschen und macht sie zu unmündigen Wesen, die keine Verantwortung für ihr Leben übernehmen, sondern ihre Verantwortung abgeben. An einen Gott. Sie beten an, sie erhoffen, aber sie bemerken nicht, dass sie alles in sich haben. Wenn Sie die Worte der Bibel richtig verstehen würden, dann würden sie erkennen, dass Gott (egal welche Begrifflichkeit man dafür nimmt) nicht weit weg ist. Denn sie selbst sind göttlich und haben damit alles bei sich, was sie für sich brauchen.

Die Bibel selbst. Nun ja. Sie wurde von Menschenn geschrieben und über Jahrtausende übertragen. Und wenn man sich die Rolle und Spiele der Kirche in der Geschichte anschaut, dann kann man nicht glauben und darf erst recht nicht glauben, dass es die alleinige Wahrheit ist und auch nicht, dass sie wahrheitsgemäß ausgelegt wird. Im Gegenteil die Auslegung führt ja gerade zur Abhängigkeit und zur Angst der kleinen Schäfchen, zu denen sich die meisten Gläubigen machen. Abgesehen davon gibt es eine Menge Texte, die noch unter Verschluss liegen. Warum wohl?

Die Menschen glauben nicht an sich selbst. Sie glauben an Gott. Das ist für mich nicht das Gleiche. Auch wenn ich behauptet habe, dass die Menschen quasi selbst göttlich sind.

Wem diese Auslegung vom Göttlichen nicht gefällt, dem passt vielleicht mehr die menschliche Auslegung, wissenschaftlich belegt, dass alles Energie ist. Energie, die Materie sehen lässt.
Keiner bezweifelt, dass die Sonne Energie ausstrahlt. Ebenso nicht, wenn wir ein Gerät anstellen und wissen, dass es durch Energie betrieben wird. Oder an der Heizung stehen und spüren, dass Wärme ausstrahlt. Alles eine Form von Energie. Aber eben solche Energie haben wir selbst auch. Und die ist nicht nur in uns, sondern gemäß jedes physikalischen Gesetzes bewirkt sie etwas und sie strahlt auch nach außen. Wir spüren förmlich die Präsenz von jemandem im Raum. Oder haben manchmal das „Gefühl“, dass etwas nicht mit jemandem stimmt, dass er Sorgen hat oder auch wenn er eben sehr negativ eingestellt ist. Und was passiert dann? Wir reagieren darauf. Wir fühlen uns zu jemanden hinzugezogen oder eben wir suchen das Weite und versuchen, der Konfrontation zu entgehen. Wir suchen uns quasi aus, mit wem wir zusammen sein wollen. Und genau das passiert nicht bewusst. Dafür müssten wir ja lange nachdenken. Nein das ist unbewusst, nicht direkt durch den Verstand gesteuert. Wir reagieren auf das, was jemand quasi aussendet. Entweder das ist offen und einladend oder eben nicht. Und ebenso bewirken wir selbst etwas, was wir aussenden. Alles hat eine Wirkung. Jedes Verhalten, jedes Wort von uns und das, was wir auch ohne Worte aussenden.

Worte sollten immer mit Bedacht gewählt werden, das weiß grundsätzlich jeder. Aber nicht jeder weiß, dass alles, was wir so denken, ebenso Wirklichkeit wird. Jedenfalls, vereinfacht gesagt, wenn wir es sehr oft denken und das auch noch entsprechend in uns fühlen. Das ist wirklich nur eine sehr vereinfachte Darstellung. Dahinter steckt so viel mehr. Wir bekommen das Echo. Das kann man bei sich selbst ganz leicht nachvollziehen. Nehmen wir an, ich habe einen Termin vor mir, von dem ich mir schon sage, dass er schlecht verlaufen wird oder besser gesagt die Erwartungshaltung habe, dass er schlecht verläuft, dann wird wohl was passieren? Es wird vermutlich nicht gut werden. Nun könnte jemand einwenden, ja aber manchmal wird es dann doch nicht so schlimm. Stimmt, das passiert auch. Und damit wird es viel komplexer. Denn dann müsste ich näher darauf eingehe, was das eigentlich für Gedanken sind, die mich das Ganze nicht positiv erwarten ließ. Waren es wirklich meine oder eher eine „angelernte Negativität aus Erlebnissen“ heraus, die wir mal gemacht haben. Zahnarzt beispielsweise wird selten mit guten Erfahrungen belegt sein. So wird auch der harmloseste Termin bei ihm erst einmal ein mindestens ungutes Gefühl hinterlassen.

Die Negativsten werden natürlich sagen, na lieber ich sehe schon alle möglichen Katastrophen und freue mich dann darüber, wenn es doch (wider Erwarten?) besser läuft. Aber! … Wäre es nicht besser, erst gar nicht diese nun wirklich unnützen negativen Gedanken oder Erwartungen zu haben? Warum sollte ich etwas schlechtes voraussehen wollen, wenn wir nun mal nicht die Zukunft wissen können. Wissen ist Verstand und dessen gedankliche Erinnerungen, die immer wieder abgerufen werden. Beim Gedanken an Zukunft aber, erschafft der Verstand aus den Gedankensplittern nur einen neuen Film mit den altbekannten Mitspielern. Er erschafft aber nicht wirklich etwas Neues, sondern interpretiert nur Erlebtes. Die einzige Präszenzform ist die Präsenz selbst. Das Hier. Das Jetzt. Dieser einzelne Moment. Selbst die Erinnerungen sind nicht Jetzt. Sie gauckeln uns ein Jetzt vor.

Aber wenn wir innehalten würden, würden wir bemerken, dass das Alles was uns belasten mag, jetzt in diesem Moment gar nicht da ist. Jetzt gerade, wenn Du diese vielleicht liest und es aufmerksam liest :), dann liest du eben nur und bist nirgendwo anders. Du bist in diesem Moment. Du atmest, du lebst. Nix weiter ;). Das ist alles. Alles was dich davon abhält, ist ein Spiel deines Kopfes, dich nämlich nicht mit dem Moment allein beschäftigen zu müssen. Ein Ablenkungsmanöver sozusagen. Nämlich nur davon, dich nicht wirklich mit dir selbst zu beschäftigen.
Wir erwarten immer ständig etwas, dass etwas oder jemand unser Leben beeinflusst. Zum Beispiel, dass wir nur glücklich werden, wenn das und das passiert. Im schlimmsten Falle, dass wir nur glücklich sind, wenn wir eine andere Person an unserer Seite haben. Dass wir geliebt werden müssen, um uns selbst zu lieben oder lieben zu können. Aber wenn alles eine Auswirkung und wieder Wirkung auf uns hat, dann doch auch, dass wir Liebe aussenden müssen – sie also in uns haben müssen – um Liebe zu bekommen. Das bedeutet, uns selbst zu lieben.

Das war natürlich alles nur grenzwertig angeschnitten. Und manch einer – vielleicht sogar die meisten – stecken das in eine spirituelle oder esoterische Ecke. Kann ja jeder für sich entscheiden. Denn das ist ja die große Freiheit, die wir haben. Wir haben die Wahl so zu leben, wie wir es wollen. Tatsache bleibt aber, dass Alles irgendwie miteinander verbunden ist. Und wir können uns trotzdem als Individuum in der Masse entfalten. Mit dem was wir sind. Und dieses Ich zu entdecken, das ist große Herausforderung, die wir haben. Irgendwann zu hinterfragen und eben nicht getreu wie die Lämmchen wem auch immer blind zu vertrauen. Vertrauen sollten wir in erster Linie zu uns selbst haben. Denn irgendwo in uns wissen wir sehr wohl, was gut für uns ist.

In diesem Sinne alles Liebe vom Blumenmädchen

Filmtipp …

Neben der Musik liebe ich ja alles cineastische und somit kommt heute mal ein Filmtipp der ganz anderen Art.


Peacefull warrior – Der Pfad des friedvollen Kriegers

Ich habe diesen Film auf youtube in Gänze gesehen. Nun die Qualität war zwar nicht so toll und ständig kommen Werbeunterbrechungen; das hat jedoch nicht den Gesamteindruck geschmälert und mich erst recht nicht davon abgehalten, mir die DVD zu kaufen.

Der Film verbindet sogar meine Leidenschaft zur Musik. Denn der Soundtrack ist ebenso hörenswert. Zur Story möchte ich gar nichts vorwegnehmen. Es ist ein amerikanischer Film, also mag man etwas Pathos schon verzeihen.

Wer sich allerdings wirklich glücklich fühlen möchte für ca. 1,5 Stunden ;), der sollte ihn sich ansehen und wer weiß, er könnte auch Nachwirkungen haben!
Und egal welche Kritiker sich einfinden; ich bin mir sicher, es wird doch bestimmt mindestens eine Szene dabei sein, die einfach gesagt „schön anzuschauen“ ist!

Im Hintergrund steht übrigens die wahre Geschichte!

Wer diesen Film schon kennt: Ich wäre gespannt zu erfahren, welchen Eindruck er bei Euch hinterlassen hat. Also bitte kommentieren ;)!

Einen liebevollen Gruß vom Blumenmädchen


(ein Häppchen der Filmmusik :))